Kajak - Tief drinnen – weit draußen [Sunday Service/ Indigo]

Wobei wir wieder bei meinem Lieblingsthema wären: Bad Salzuflen, Frank Werners Klangforschung und was dann geschah!
Kajak: Einst Musikanten bei „Der Fremde“ und den wirklich grandiosen „Time Twisters“. Das war vor Jahren. 2002 traten die Brüder Andreas Reth und Matthias Rothaug (geb. Reth) wieder in Erscheinung. Mit dem Album „Haus der Jugend“ (dian rec.) machten sie den Sternen Konkurrenz. Aber nicht ernsthaft, weil Geheimtipp. Damals arbeitete Frank Spilker selbst an ihrem Album mit. Spilker bürgte in dem Fall sicherlich für Qualität.
Seitdem hat sich wieder eine Menge verändert. 2003 ist Andreas aus der Band ausgestiegen, so dass man eigentlich sagen müsste: Matthias a.k.a. Kajak ist Singer/Songwriter. Aber das kann man so nicht ganz stehen lassen. Weil es soviele Gastmusiker gibt u.a. auch Bernadette la Hengst (Akkordeon), wirkt Kajak mehr als Band oder als „Einmann-Orchester“. Auch auf Cello und Geige wurde diesmal nicht verzichtet.

„Tief drinnen – weit draußen“ klingt indieger, orchestraler, während das erste Album mit Andreas noch stramm elektrischer war. Noch mehr Popsongs, weniger Elektrobonbons ist die Devise vielleicht.
Was auch sicherlich auffällt: Matthias kommt im Gegensatz zu früher so langsam auf die Idee (du bist nicht der einzige!), was von Liebe und Gefühlen in seine Songs einzubauen. Und das hört sich dann auch noch verdammt gut an.
„Ich finde dich in meinen Worten“ oder „Dass wir uns lieben“. Zwei generelle Anspieltipps von vielen!

Insgesamt hat das Album ganze 16 Stücke. Sowas ist selten.
Gemastert wurde das Album übrigens von Chris von Rautenkranz im Soundgarden Studio Hamburg. Und was da für Alben entstehen wisst ihr ja, ne?

Autor: Volker Stevens

Tourtermine:
03.03.06 Hamburg – Astra Stube (Releaseparty)
10.03.06 Frankfurt - Das Bett
11.03.06 Aschaffenburg - Jukuz (Klub Kamikaze)
18.03.06 Dresden - Groovestation (Pop 8 Party)
08.04.06 Weimar - Studentenclub Schützengasse

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